Reizdarm – Nicht immer ist die Psyche schuld


Beim Reizdarmsyndrom ist in erster Linie die Funktion des Darms gestört, nicht aber das Organ an sich. Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung können durchgehend oder intervallmäßig auftreten. Schulmedizinisch wird oft keine klare Ursache gefunden und Patienten werden oft mit der Diagnose „psychische Ursache“ entlassen. Leider wird der Patient oft mit seinen Problemen in Stich gelassen, wo heutzutage doch viel mehr Diagnostik und Behandlungen möglich sein müsste. In diesem Beitrag geht es um Symptome, Ursachen und der natürlichen Behandlung des Reizdarmsyndroms.

Symptome des Reizdarms

Patienten leiden oft schon Monate oder Jahre unter ihren Beschwerden und können vom Arzt keine eindeutige Diagnose auf eine organische Ursache bekommen. Mitunter wechselt auch die Intensität der Beschwerden und verstärkt sich zum Beispiel bei Stress oder Angst vor ungewohntem Essen. Der Zusammenhang von Darm und Psyche ist nicht abzustreiten, jedoch kommt man mit der Diagnose als Patient leider nicht viel weiter mit seinen Problemen. Patienten mit einem Reizdarmsyndrom leiden oft unter Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Ist eine organische Ursache ausgeschlossen, wird der Patient oft mit der Diagnose Reizdarmsyndrom entlassen.
Natürlich ist jeder Patient beruhigt das er nicht unter Darmkrebs oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet, geholfen wird ihm dadurch leider nicht.

Die Ursachen

Die Ursache der Beschwerden zu finden, gestaltet sich zugegebenermaßen oft nicht so einfach wie bei anderen Krankheiten. Oft ist es auch eine Mischung verschiedener Ursachen, oder Probleme verschalten sich und verursachen so oft neue Symptome, die wenig mit der initialen Ursache zu tun haben. Kurzes Beispiel: Der Patient hat eine:

  1. Lebensmittelintoleranz (z.B. Laktose oder Fruktose)
  2. Daraufhin gelangen unverdaute Nahrungsmittelbestandteile in den Dickdarm und werden dort von Bakterien zersetzt
  3. Der pH-Wert im Dickdarm steigt und das Darmmilieau verschlechtert sich
  4. Gärungsprozesse setzen ein, Toxine werden frei, Bauchspeicheldrüse und Leber werden in ihrer Funktion eingeschränkt
  5. Fette und Öle werden schlecht vertragen

Wie man sieht ist die eigentliche Ursache am Ende dieser Kaskade kaum noch zu finden. Leider hört die Kette in der Regel an dieser Stelle noch nicht auf und breitet sich wie ein Baum mit seinen Ästen auf weitere Symptome und Aspekte aus. Hätte man anfangs vernünftig getestet, wäre es wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen.

Wie kann die Ursache herausgefunden werden?

Liegt eine Lebensmittelintoleranz vor?
Mit der Anzahl der Ursachen steigt leider auch die Anzahl der möglichen Tests. Besonders häufig sind jedoch Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf Laktose, Fruktose oder Histamin zu sehen. Gut ist es, wenn man schon selbständig versucht potenziell problematische Lebensmittel zu filtern und merkt, ob Probleme z.B. häufig nach Milchprodukten oder Obst auftreten. Bei Gastroenterologen wird oft ein H2-Atemtest durchgeführt. Fällt dieser positiv aus und die Probleme bleiben nach striktem Verzicht auf die getestete Lebensmittelgruppe bestehen, muss weiter getestet werden.

Bauchspeicheldrüsenschwäche oder Gallensäureverlustsyndrom?
Mitunter auch recht häufig zu finden ist eine Bauchspeicheldrüsenschwäche oder das Gallensäureverlustsyndrom. Bei der Bauchspeicheldrüsenschwäche (exokrine Pankreasinsuffienz) stellt die Pankreas zu wenig Enzyme für die Verdauung von (vor allem Fetten) im Dünndarm bereit. Das Problem kann in der Regel recht einfach mit der Einnahme von Schweine- oder veganen Pilzenzymen beseitigt werden.
Das Gallensäureverlustsyndrom ist (leider auch bei vielen Ärzten) noch recht unbekannt. Ein gesunder Darm nimmt die Galle, die zur Verdauung aus der Gallenblase abgegeben und zur Verdauung benutzt worden ist, am Ende des Dünndarms wieder auf. Dieser Kreislauf ist beim Gallensäureverlustsyndrom gestört und die Galle gelangt mit der Nahrung in tiefere Abschnitte des Darms. Die aggressiven Gallensäuren gelangen so in den Dickdarm, reizen die Darmschleimhaut und führen so zu Durchfall. Durch die Farbe der Galle wird der Stuhl bei diesem Krankheitsbild oft sehr gelb. Die Behandlung gestaltet sich in der Regel durch die Einnahme von Gallensäurebindern wie Colestyramin.

Bakterielle Dysbalance
Leider wird einer bakteriellen Dysbalance in der Schulmedizin wenig Augenmerk geschenkt. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Tests häufig nicht von der Krankenkasse bezahlt werden und als Privatleistung vom Patienten übernommen werden müssen. Der Test gibt allerdings recht aufschlussreiche Details über die Zusammensetzung der eigenen Darmflora preis. Etwaige Dysbalancen können hierdurch aufgezeigt und behandelt werden. Die Tests können, da sie sowieso eine Privatleistung sind, bequem von Zuhause durchgeführt werden. Eine Interpretation des Befundes wird in der Regel mit angehängt und nach einigen Tagen nach Hause geschickt. In etwas umfangreicheren Stuhltests, wird auch direkt auf eine Bauchspeicheldrüsenschwäche, Gallensäuren, unverdauten Nahrungsmittelbestandteilen sowie Entzündungsparameter und Pilzen getestet.

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Wie kann das Reizdarm-Syndrom behandelt werden?

Die Behandlung des Reizdarm-Syndroms richtet sich natürlich nach der Ursache und nicht nur um die reine Behandlung der Symptome. Bei Lebensmittelintoleranzen sollte eine Karenz erfolgen, bei der auf die problematische Lebensmittelgruppe vorrübergehend verzichtet wird. Nach und nach kann die Karenz gelockert werden, wenn der Darm sich erholt hat. Unterstützt man den Darm noch mit Probiotika sowie Heilerde und Flohsamenschalen, kann der Darm in der Regel noch schnell erholen. Durch die Flohsamenschalen wird der Darm wieder mehr an Ballaststoffe gewöhnt und wird deutlich unsensibler. Flohsamenschalen sollten in jedem Fall langsam eingeschlichen werden, da der Darm etwas Zeit braucht sich an die hohe Menge von Ballststoffen zu gewöhnen.
Eine Stuhlanalyse legt etwaige Dysbalancen der Darmflora auf und gibt Hinweise auf eine potenzielle Bauchspeicheldrüsenschwäche, Entzündungen, Pilzen, oder ein Gallensäureverlustsyndrom. Das Leber-Galle-Bauchspeicheldrüsen Trio kann bei Fettverdauungstörungen auch ideal durch natürliche Bitterstoffe unterstützt werden. Bitterstoffe regen die drei Organe an und unterstützen sie so in ihrer Funktion. Bitterstoffe üblicherweise z.B. als Tropfen direkt vor den Mahlzeiten genommen. Eine Alternative wäre der Heidelberger 7 Kräuter-Stern Tee, der entweder pur vor den Mahlzeiten, oder als Tee zweimal täglich eingenommen werden kann. Ist die Ursache des Reizdarms tatsächlich psychischer Natur, gibt es die Möglichkeit mit CBD-Öl, Körper und Darm die Nervosität vor dem Essen zu nehmen.

Hinweise zu Gesundheitsthemen

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