Kokosöl – und warum es so gesund ist


Immer wieder tauchen neue angebliche Superfoods auf. Die wenigsten halten was sie versprechen und sind vom Vital- und Nährstoffgehalt ähnlich. Kokosöl hält dieses Prädikat schon seit mehreren Jahren. Es stand zwischendurch in der Kritik, ähnlich wie Palmöl, zu einer Abholzung des Regenwaldes zu führen, da große Teile des Waldes extra für den Anbau gerodet werden. In diesem Artikel soll es also nicht nur über die gesundheitlichen Vorteile von Kokosöl gehen, sondern auch um das Thema Anbau und Nachhaltigkeit.

Was macht Kokosöl so wertvoll?

Kokosöl wird seit Jahrtausenden von Völkern verwendet und ist für viele ein Grundnahrungsmittel. In den 1960er Jahren stieß der neuseeländische Forscher Dr. Ian A. Prior auf ein Inselvolk in Polynesien, dass sich, trotz des eher einfachen Lebensstils, sehr guter Gesundheit erfreute. Die Inselbewohner ernährten sich größtenteils von Kokosnüssen. Dabei nicht nur von dem Öl, sondern auch vom Wasser und Fruchtfleisch. Immer neue Studien begannen sich mit dem Thema Kokosöl zu beschäftigen und fanden heraus, dass es vielseitig einsetzbar und effektiv ist Die wertvollen Inhaltsstoffe von Kokosöl machen diesen natürlichen Stoff so einzigartig. Kokosöl ist ein wahres Multitalent. Es ist antibakteriell, beinhaltet eine hohe Bandbreite an Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen.

Wobei kann Kokosöl helfen?

Kokosöl wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch antiviral und antimykotisch. Die mittelkettigen Fettsäuren in Kokosöl sind leicht verdaulich. Sie haben zudem weniger Kalorien als andere Fettsäuren und eignen sich so optimal zum Abnehmen. Die mittelkettige Laurinsäure, macht etwa 50% der in Kokosöl vorkommenden Fettsäuren aus. Im menschlichen Körper wandelt sich Laurinsäure in Monolaurin um, das besonders effizient Herpes- oder Grippeviren abwehren kann. Etwa 10% der restlichen Fettsäuren besteht aus Caprinsäure. Caprinsäure ist besonders effektiv gegen die Reduzierung von Pilzen, wie z.B. Candida albicans. Kokosöl ist die erste Wahl bei Pilzerkrankungen, sowohl innerlich, als auch äußerlich. Gerade äußerlich wird Kokosöl besonders gerne als Beautyprodukt verwendet. Es gibt trockener Haut und Haaren wieder Feuchtigkeit und einen gesunden Glanz. Es wirkt zudem dem Abbau von Haarproteinen entgegen und schützt die Haare so davor, spröde zu werden. Auch als Mundhygiene ist Kokosöl geeignet und kann als Mundspülung schädliche Bakterien und Plaque beseitigen.

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Anbau und Nachhaltigkeit

Palmöl hat – völlig zu Recht – einen schlechten Ruf. Für den Anbau von Ölpalmen werden artenreiche Lebensräume der Erde zerstört und Menschen vertrieben. Auch Kokospalmen wachsen in den Tropen, wo Ölpalmen wachsen. So werden für den Anbau von Kokospalmen Regenwälder gerodet und der natürliche Lebensraum von Tieren zerstört. Kokosöl steht nicht so in der Kritik wie Palmöl, da die Palmen von Natur aus in riesigen Küstengebieten Südostasiens vorkommen. Die Nutzung von Kokospalmen ist im Gegensatz zu Ölpalmen allerdings vielfältiger. Neben dem Öl können auch das Fruchtfleisch, die Milch und das Kokoswasser genutzt werden. Auch die Schalen, die Fasern und die Palmwedel können weiterverwendet werden. Bei Ölpalmen beschränkt sich die Nutzung auf das reine Palmöl, das vor allem in der Lebensmittelindustrie als billiges Fett verwendet wird. Der Vorteil beider Öle ist, dass sie bei Raumtemperatur fest, im Mund oder beim Kochen schmelzen. Dadurch entsteht zum Beispiel bei Schokolade oder Eis ein besonders angenehmes Zerfließen im Mund. Im Gegensatz zum billigen Palmöl, liegt Kokosöl vom Durchschnitt eher auf dem Preis von heimischen Pflanzenölen wie Raps oder Sonnenblumenöl und wird somit weniger verschwenderisch eingesetzt.

Hinweise zu Gesundheitsthemen

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wer Informationen aus dem hier Gesagten anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.